Privater Biorhythmus-Rechner: deine Zyklen bleiben bei dir

20. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit · Von

Privater Biorhythmus-Rechner: deine Zyklen bleiben bei dir

Ein privater Biorhythmus-Rechner speichert dein Geburtsdatum und deine persönlichen Zyklen dort, wo sie hingehören: auf deinem eigenen Gerät, außer Reichweite jedes Servers, Werbetreibenden oder Datenhändlers. Das ist das Designprinzip hinter aimy.bio, das auf der Biorhythmus-Methode von Dr. Jerzy Sikora aufgebaut ist.

Warum ist Datenschutz bei einer Biorhythmus-App wichtig?

Dein Geburtsdatum ist mehr als eine Kalenderangabe. Unter der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verdienen gesundheitsbezogene Daten — einschließlich Informationen, die auf körperliche oder emotionale Zustände schließen lassen könnten — erhöhten Schutz. Eine Biorhythmus-App, die deine Energie-, Stimmungs- und Fokuszyklen verfolgt, enthält genau diese Art von Daten.

Die meisten Wellness-Apps behandeln diese Daten als Produkt. Sie synchronisieren sie in die Cloud, erstellen Nutzerprofile für Werbung oder verkaufen anonymisierte Datensätze an Dritte. Praktisch für die App, problematisch für dich.

aimy.bio verfolgt den entgegengesetzten Ansatz. Nichts, was du eingibst — Geburtsdatum, tägliche Tagebuchbewertungen, Profilname — verlässt jemals deinen Browser.

Wie aimy.bio deine Daten lokal hält

Der technische Mechanismus ist einfach und prüfbar: localStorage — ein Browserstandard, der Daten direkt auf deinem Gerät speichert. Es gibt kein Login, kein Konto, keinen Synchronisierungsdienst und keine Backend-Datenbank, die gehackt werden könnte.

Merkmalaimy.bioTypische Biorhythmus-App
Speicherung des GeburtsdatumsNur dein Gerät (localStorage)Cloud-Server
Konto erforderlichNeinJa (E-Mail oder Social Login)
An Server gesendete DatenKeineProfil, Tagebuch, Nutzungsprotokolle
WerbungKeineGezielte Werbung oder Datenverkauf
Cookie-freie AnalyseJa (selbst gehostetes Plausible)Drittanbieter-Tracker
DSGVO-UmfangMinimal — Daten verlassen das Gerät nichtVolle Pflichten als Verantwortlicher

Das einzige Analysetool, das aimy.bio verwendet, ist eine selbst gehostete Instanz von Plausible — ein Open-Source-, cookiefreies Tool, das nur anonyme Aggregate wie Seitenbesuche und Sprache misst. Kein persönlicher Bezeichner ist involviert, kein Cookie wird gesetzt, und kein Dritter erhält die Daten.

Die Sikora-Methode und was sie verfolgt

aimy.bio implementiert das diskrete Phasen-Biorhythmus-System, das von Dr. Jerzy Sikora entwickelt wurde. Im Gegensatz zur traditionellen Sinuskurve liest die Sikora-Methode jeden biologischen Zyklus — physisch, emotional und intellektuell — als diskreten Phasenzustand: hoch (+), niedrig (−), Übergang (X) oder Ruhezustand (0). Dies erzeugt einen praktischen Tages-Schnappschuss statt einer abstrakten Kurve.

Die Methode verfolgt drei persönliche Zyklen, die ausschließlich auf deinem Geburtsdatum und optional deiner Geburtszeit basieren. Diese Daten werden lokal für Berechnungen verwendet und nirgendwo sonst. Mehr über die Evidenz zu Biorhythmen erfährst du in Funktionieren Biorhythmen? oder lies über unsere offene Biorhythmus-Studie.

Ist das Geburtsdatum wirklich ein sensibler Datenpunkt?

Ja, und zunehmend so. Allein scheint ein Geburtsdatum harmlos. In Kombination mit anderen Datenpunkten — Name, E-Mail, Geräte-Fingerabdruck, Standort — wird es zu einem leistungsstarken Identifikator. Datenhändler verwenden Geburtsdaten routinemäßig als Anker bei der Erstellung von Profilen.

Über die Identifikation hinaus impliziert ein Geburtsdatum in einer Biorhythmus- oder Wellness-App etwas über deine gesundheitsbezogenen Gewohnheiten: dass du Energiemuster verfolgst, Stimmungsschwankungen bemerkst, Selbstbeobachtung pflegst. Diese Schlussfolgerung hat für Werbetreibende kommerziellen Wert.

Die DSGVO behandelt gesundheitsbezogene Schlussfolgerungen als besondere Kategorie von Daten, die eine ausdrückliche Einwilligung und strenge Handhabung erfordern. Der einfachste Weg zur Einhaltung ist, die Daten gar nicht erst zu erheben. Das ist es, was aimy.bio tut.

Was passiert, wenn du ein Profil anlegst?

Wenn du in aimy.bio ein Profil erstellst, passiert Folgendes:

Du kannst das selbst überprüfen. Öffne die Entwicklertools deines Browsers, gehe zu Anwendung > Lokaler Speicher und du wirst alle deine Daten dort finden — lesbar, dir gehörend und jederzeit löschbar.

Gibt es eine Ausnahme?

Eine. aimy.bio führt eine optionale anonyme Forschungsstudie durch — Phase 2 — um zu testen, ob die Sikora-Methode tatsächlich widerspiegelt, wie Menschen sich fühlen. Die Teilnahme ist vollständig freiwillig und erfordert eine bewusste Entscheidung in der App.

Selbst wenn du dich beteiligst, stellt das Design sicher, dass keine persönlichen Daten dein Gerät verlassen. Dein Gerät berechnet eine statistische Korrelation aus deinen eigenen Tagebucheinträgen. Nur die resultierende anonyme Zusammenfassung — einige numerische Koeffizienten und eine Tagesanzahl — wird geteilt. Geburtsdatum, Tagebuch und jede Kennung sind nie enthalten.

Den vollständigen Studienaufbau kannst du im Artikel offene Biorhythmus-Studie lesen.

Warum die meisten Wellness-Apps anders funktionieren

Das Geschäftsmodell kostenloser Apps hängt typischerweise von Daten ab. Eine App, die deine tägliche Stimmung, deinen Schlaf oder deine Energiezyklen verfolgt, hat etwas Wertvolles: längsschnittliche gesundheitsbezogene Daten auf individueller Ebene. Diese Daten können:

aimy.bio hat keine Werbeeinnahmen und keinen Datenverkauf. Das Projekt existiert als Hommage an die Arbeit von Dr. Sikora und als datenschutzbewusstes Wellness-Tool. Das Fehlen eines datenabhängigen Geschäftsmodells ist kein Zufall — es ist der eigentliche Punkt.

Ein Vertrauenssignal in der Zeit nach der DSGVO

Nach Jahren aufsehenerregender Datenlecks und DSGVO-Bußgelder haben Menschen gelernt, Apps anders zu lesen. „Kostenlos" bedeutet nicht mehr „ohne Kosten" — zunehmend bedeutet es „du zahlst mit Daten". In diesem Klima ist eine Local-First-Architektur nicht nur eine technische Entscheidung, sondern ein klares Vertrauenssignal.

Wenn eine App überhaupt keinen Server hat, auf dem sie deine Daten speichert, verschwindet eine ganze Risikokategorie: keine Datenbank zum Hacken, keine Protokolle für eine gerichtliche Vorladung, kein Datensatz zum Verkauf bei einem Eigentümerwechsel. Die am besten geschützten Daten sind die, die nie erhoben wurden. aimy.bio wählt diesen Weg bewusst — sogar auf Kosten der Synchronisierung zwischen Geräten, die es absichtlich nicht anbietet, um keinen Cloud-Speicher deiner Zyklen zu schaffen. Das ist ein Kompromiss zugunsten deiner Privatsphäre, nicht unserer Analyse.

So überprüfst du die Datenschutzversprechen von aimy.bio

Gesunder Skeptizismus ist die richtige Haltung. Du musst uns nicht beim Wort nehmen. Es gibt mehrere Überprüfungsmöglichkeiten:

Deine Daten gehören dir

Dein Geburtsdatum, deine Stimmungsbewertungen, dein Energietagebuch — sie gehören dir. Die Sikora-Methode ist hier als Reflexionswerkzeug, nicht als Datensammlungsmechanismus.

Öffne aimy.bio, füge dein Profil hinzu und beginne, deine Zyklen zu verfolgen — mit der Gewissheit, dass deine persönlichen Informationen genau dort bleiben, wo du sie hinterlegt hast: auf deinem eigenen Gerät.

Häufige Fragen

Speichert aimy.bio mein Geburtsdatum?

Nein. Dein Geburtsdatum wird nur im localStorage deines Browsers gespeichert und niemals an einen Server übertragen.

Brauche ich ein Konto bei aimy.bio?

Kein Konto, keine E-Mail, keine Registrierung. Du öffnest die App und legst ein Profil lokal an.

Was ist Plausible Analytics und ist es datenschutzfreundlich?

Plausible ist ein cookiefreies, DSGVO-konformes Analysetool. aimy.bio nutzt eine selbst gehostete Instanz — keine Drittanbieter sehen deine Besuche.

Gibt es eine Ausnahme von der Kein-Server-Regel?

Eine optionale Ausnahme: die Phase-2-Forschungsstudie. Die Teilnahme ist vollständig freiwillig und sendet nur anonyme aggregierte Koeffizienten — niemals Geburtsdatum, Tagebuch oder eine Kennung.

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